Was bringt mir Design Thinking für meine Arbeit im Kulturbereich?

Anke von Heyl: Design Thinking bietet viele Vorteile für dich und ggf. auch deine Institution: Es stellt die Nutzerinnen und Nutzer in den Mittelpunkt, was zu tieferen und persönlicheren Erfahrungen führt. Es fördert Kreativität und Innovation im Team, was es dir und deiner Einrichtung erleichtert, einzigartige und relevante Ideen und Formate zu entwickeln. Design Thinking macht uns so agiler und anpassungsfähiger in einer Zeit des schnellen Wandels. Und das Wichtigste: Design Thinking stärkt nicht nur die Bindung zu unserem Publikum. Es fördert eine Kultur der Kreativität, Innovation und Teilhabe. Kurz gesagt: Design Thinking ist nicht nur ein Tool, sondern ein Gamechanger für die Arbeit in Kultureinrichtungen.

Deine Trainer:innen

Informatiker und Bildungswissenschaftler mit dem Schwerpunkt politisch-kultureller Medienbildung

Kunsthistorikerin, Coachin für lebendiges Leiten und Lernen, im Hauptberuf in einer kommunalen Kulturverwaltung tätig.

Kulturberaterin, Kunsthistorikerin und Moderatorin

Wie können Kultureinrichtungen Design Thinking Prozesse einführen und was sind wichtige Gelingensbedingungen?

Claudia Baumbusch: Um Design Thinking einzuführen, sollten Teams interdisziplinär zusammengesetzt werden, um ein breites Spektrum an Perspektiven zu ermöglichen. Der Design Thinking Prozess an sich sollte dabei ernst genommen werden, aber auch an den spezifischen Kontext angepasst werden. Wesentlich für den Erfolg sind eine offene, fehlertolerante Kultur, die Kreativität und Experimentierfreude unterstützt. Die Unterstützung durch die Führungsebene einer Einrichtung hilft, diese Ansätze zu verankern und sorgt für die nötigen Ressourcen und Rahmenbedingungen, um innovative, an Nutzer:innen orientierte Lösungen zu entwickeln.

Wie unterscheidet sich der Design Thinking Prozess von traditionellen Problemlösungsansätzen, insbesondere in Kultureinrichtungen?

Daniel Autenrieth: Im Gegensatz zu traditionellen Problemlösungsansätzen, die oft linear organisiert sind, ist Design Thinking in Schleifen und zyklisch angelegt. Statt direkt mit einer festgelegten Idee zu beginnen, wird zunächst die Herausforderung gründlich untersucht und versucht, durch die Augen der Zielgruppen zu blicken. Dies vermeidet die Entwicklung von Lösungen, die an den tatsächlichen Bedürfnissen des Publikums vorbeigehen. Ein wesentlicher Aspekt von Design Thinking in Kultureinrichtungen ist die schnelle Erstellung von Prototypen und Visualisierungen. Diese werden verwendet, um Ideen greifbar zu machen und frühzeitig Feedback von den Zielgruppen zu erhalten. Durch dieses Vorgehen können Ideen kontinuierlich verbessert und an die Bedürfnisse der Nutzenden angepasst werden, was in traditionellen Ansätzen oft weniger ausgeprägt ist.

Das Bild zeigt eine Gruppe von fünf Personen in einem Büro- oder Workshop-Umfeld. Sie arbeiten zusammen an einer durchsichtigen Tafel, die mit bunten Haftnotizen beklebt ist.

Online Videokurs

In diesem Kurs lernst du, wie die du Design Thinking  für deine eigenen Projekte einsetzen kannst.

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